Authentizität als politisches Problem: Ein Beitrag zur by Thomas Noetzel

By Thomas Noetzel

Die großen Revolutionen des 17. und 18. Jahrhunderts begründen eine neue Legitimationspolitischer Herrschaft. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit wir die Rechtmäßigkeit politischer Ordnungen an die Zustimmung der unterworfenen Subjekte gebunden. Seinen paradigmatischen Ausdruck findet dies in der Philosophie des Sozialvertrags. Im Zentrum steht dabei die Freiheit der politisch vergesellschafteten Individuen, die nicht nur gegenüber dem staatlichen Gewaltmonopol geschützt, sondern auch auf ihre innere Konsistenz geprüft werden muss. Thomas Noetzels Buch ist die erste deutschsprachige Untersuchung über den Zusammenhang von Authentizität und Politik. Der Autor zeigt, dass mit der neuen Legitimität politischer Ordnungen ein öffentlicher Diskurs über die Authentizität der individuellen Freiheit beginnt, in welchem die Frage nach dem wahren/Wahren Wollen im Mittelpunkt steht. Die Fiktion eines moralischen Wesenskerns des Menschen lässt seine Authentizität zum challenge moderner Herrschaftskritik und –legitimation werden. Noetzel untersucht philosophische, politikwissenschaftliche, soziologische Ansätze zur Authentizitätsforschung und ordnet sie in einen interdisziplinären Rahmen ein.

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1,2. Dies ist aber nicht nur eine Konstruktion des „Westens": Adolf Ehrentraut, „Heritage authenticity and domestic tourism in Japan", in: Annals of Tourism Research ( A T R ) , 20/1993, Nr. 2, 262-278. Vgl. Miles Orvell, The Real Thing. Imitation and Authenticity in American Culture, 1860-1940, 2. Auflage, London 1992. ", in: N e w Republic 201/1989, 34-38. 3 Fiktionalität und Authentizität werden in diesen neueren Ansätzen „... nicht als dichotomische Begriffe gebraucht, die auf einer Unterscheidung nach ontologischen Kriterien basieren.

Kuhn/ Thomas McPartland, „An empirical investigation of self-attitudes", in: ASR, 19/1954, Nr. 1, 68-76; Ralph H. ", in: The Sociological Quarterly. Journal of the Midwest Sociological Society, 16/1975, Nr. 2, 148-162. Melvin Seeman, „Status and identity: the problem of inauthenticity", in: The Pacific Sociological Review, 9/1966, Nr. 2, 72. Vgl. Peter Berger, „Identity as a problem in the sociology of knowledge", in: Archives Europeennes de Sociologie, 7/1966, Nr. 1,105-115, der im Anschluß an Meads Interaktionstheorie darauf hinweist, daß es eine hermetische personale Identität jenseits sozialer Konstruktionen nicht gibt.

R. A. Sharpe, „Authenticity again", in: BJA, 31/Nr. 2, 163-166, der zwischen „authentic performance" und „authentic reception" unterscheidet. ), Authenticity in Performance. Eighteenth-Century Case Studies, Cambridge 1990. Letztlich herrscht weiterhin Beliebigkeit in der Definition des Authentischen. Vgl. als symptomatisch Michael Kramer, Authentisches Theater - Teater der sozialen Prozesse. Mit 52 Schauspieler-Übungen und szenischen Beispielen, Offenbach/M. 1989, 11: „Authentisches Theater ist Spielen mit der Wirklichkeit: ursprüngliches Theater, Natur und Menschen erleben, soziale Formen erleben, Feiern und Andacht, heiliges Theater, Ritual und Zeremonie.

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